Manfred Mann's Earthband - On The Road December 1999

The Brook (Southampton), UK. 22 April

The Brook 

Mindelheim 29/12/99 to Augsburg 30/12/99

Posted by Graeme & Lois

Hello Everybody and a Happy New Millennium to you all (although strictly speaking, as we know, this doesn't start until 01/01/01)

Mindelheim, Bavaria 29/12/99

Apart from a lengthy wait at Munich baggage reclaim and a delayed flight, unlike the last visit to Germany the journey to Mindelheim was a breeze.

We had landed to the announcement ''welcome to the Winterwonderland of Munich'' and unlike England which comes to a complete standstill with even the hint of a snowflake, Germany took the 4 inches of snow in its stride. One guesses that they are used to it!

However the combination of darkness and an ill-timed snowstorm thwarted my attempts to find the venue without the obligatory 'got lost on the way to the gig' scenario! (This was despite having a map supplied by Karin). The circus tent was about 5 minutes drive from our hotel but I contrived to do a lap of the town before arriving back where we had started 10 minutes earlier. This interesting drive fortunately put me back in touch with my bearings and our arrival at the gig went without further hitches aside the skid on the ice in the car park. Fortunately the interior of the tent proved to be considerably warmer than the exterior although I was glad to have worn a woolly jumper but Lois failed to thaw out until the next day!

The support act was Maggy's Finest who to be honest sounded fine but failed, as supports generally do, to hold my attention for more than 5 minutes. We amused ourselves by walking around the periphery of the tent teasing our stomachs looking at all the different stalls offering food. My attention was drawn to one that was offering sausages and chips and the 'chef' who looked as though he'd 'sold-one-eaten-one'! I resisted temptation so as not to contribute to his obviously elevated cholesterol levels!

9:27 arrived and MMEB were introduced to rapturous applause from the enthusiastic audience which numbered I guess in the region of 1500.

If there is one thing we have noticed about the Germans at these gigs it is the noise that they generate. We just happened to be beside two lunatics who had obviously been let out on parole for the day from the local asylum! If they were not shouting at the top of their voices then they were leaping around as if on springs. Just a little distracting when you were wondering just where they were going to land!

The usual set was played - that is I'll Give You ….. Shelter, Nothing, Castles, Martha, Carol, Angels, Father, Demolition Man, She Was, Blinded (still without the middle solo - seems it is gone forever).

Redemption Song and Davy the first encores and the obligatory Mighty Quinn as the finale.

Interestingly a cloud of smoke appeared, to coincide with Mick's 'Smoke on the Water' riff something that was new to me and not repeated at the other 2 gigs.

Overall I was a little disappointed in that Martha was not as good as the rendition at Düren a few weeks earlier, Manfred had dropped the intro to Demolition Man (although this was re-instated at Augsburg and Munich), there were one or two 'bum' notes and the performance of the aforementioned lunatics.

Despite this it was a most enjoyable day and I knew things would get better.

We retired to our hotel (cold and shattered - it was a long day from 4AM) to gather ourselves for the next day and the next gig.

Augsburg, Bavaria 30/12/99 (journey to)

Again the journey to Augsburg was relatively straightforward besides my stupid mistake of going the in the wrong direction on the Autobahn (again). This small error rectified we arrived in Augsburg only to be completely confused by what was a city. I get perplexed in London so you can imagine the words exchanged with my navigator Lois when passing C&A for the second time! After several stops to scan the map at every conceivable angle, I spotted a train in the distance hoping it was near to the station adjacent to which was our hotel. Success! Only an hour of searching Augsburg and we were there!

I checked in and as we unloaded the car Karin and Thomas arrived to greet us and welcome us back to Germany. We had some lunch with them and retired to the hotel for some much needed sleep…….. and this is where Karin takes over.

In finishing we would like to thank Karin & Thomas for arranging accommodation and tickets and supplying the invaluable maps without which the trip would have been almost impossible. We can highly recommend the 'Sonntag Travel Agency' as the preferred method of the 'MMEB Fans On Tour' Incidentally Karin has now given me a complete book of maps of Germany so any future trip will be trouble free!

Kind regards to you all

Graeme & Lois Paylor

Mindelheim, Donnerstag, 30.12.1999

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"Live zu spielen ist für mich der Kick"

Interview mit dem Musiker Manfred Mann - Konzert in Mindelheim

Von unserem Mitarbeiter Harry Klofat

Mindelheim. Seit über 35 Jahren zählt der britische Rock- und Jazzmusiker Manfred Mann zu den Stars im internationalen Musikbusiness. Mit wechselnden Formationen hat der in Südafrika geborene 59-jährige Mann unzählige Konzerte auf der ganzen Welt gegeben und eine Fülle von Tonträgern aufgenommen. Manfred Mann gastiert mit der "Earth Band" beim X-Mas-Circus in Mindelheim und gab der MZ vor seinem Auftritt ein Exklusiv-Interview.

MZ:

Mr. Mann, mit Hits wie "Pretty Flamingo", "Ha, ha said the clown", "Do wah diddy diddy" und "Mighty Quinn" haben Sie in den sechziger Jahren Popgeschichte geschrieben. Wie stehen Sie heute zu diesen Songs?

Mann:

Dies waren gute Popstücke, aber mit dieser Zeit habe ich abgeschlossen. Seit 1971 habe ich mit der Gründung der "Earth Band" einen musikalisch anderen Weg beschritten. Wir spielen auch keines dieser Stück live, mit Ausnahme von "Mighty Quinn", das wir auch heute abend in Mindelheim spielen wollen. Ich muss sagen, es war für mich eine Befreiung und der Erleichterung, als ich mit der "Earth Band" meine eigenen musikalischen Ideen umsetzen konnte und nicht mehr Teil der Pop-Maschinerie war.

Qualität zählt

MZ:

Wo liegen Ihre musikalischen Wurzeln?

Mann:

Ich komme vom Jazz und dem Jazz gilt nach wie vor meine Liebe. Aber ich mache seit vielen Jahren Rockmusik, und ich mache dies sehr gerne. Man sollte bei der Musik nicht so viel Wert Unterschiede legen. Die Qualität zählt doch. Ich bin einfach nur Musiker. Ich stehe am Morgen auf und versuche dann gute Musik zu machen, ob Jazz oder Rock ist für mich nicht wesentlich.

MZ: Was bedeutet Ihnen mehr, live aufzutreten oder im Studio zu arbeiten?

Mann:

Live zu spielen ist auf jeden Fall der größere Kick. Es ist aufregend und immer wieder faszinierend die Nähe des Publikums zu spüren. Die Studioarbeit an sich hat wenig Reiz für mich. Der Vorteil liegt für mich darin, dass die Menschen das Ergebnis der Studioarbeit, die CD, kaufen und mit nach Hause nehmen können, wo sie sie hören können, wann immer sie wollen. Das Live-Konzert dagegen ist ein einmaliges Erlebnis und jeder Auftritt ist anders und für sich einzigartig.

MZ: Was halten Sie von der heutigen Musik und was hören Sie sich an?

Mann:

Ich höre daheim in Greenwich bei London, sehr viel Radio. Einiges an der aktuellen Musik gefällt mir, einiges nicht. Ich denke, so geht es vielen. Ich könnte jetzt keine Grupen oder Songs nennen, die mir besonders gefallen, aber es ist schön, dass die heutige Musik ein so breites Spektrum bietet.

MZ: Schielen Sie nach so vielen Jahren im Musikgeschäft eigentlich noch nach Hits oder interessiert Sie es nicht mehr?

Mann:

Einen Hit zu haben, ist natürlich schön. Mit "Davy´s on the road again" war ich Nummer Eins in Amerika, das war toll. Aber heute zählt für mich ein Hit nicht mehr viel.

MZ:

Sie werden im kommenden Jahr 60. Denken Sie daran, sich ins Privatleben zurück zu ziehen ?

Mann:

Warum sollte ich aufhören? Die Musik ist mein Beruf, die Musik ist mein Hobby. Wer ein leidenschaftlicher Musiker ist, so wie ich es bin, der denkt mit 60 nicht ans Aufhören. Ich gebe 35 bis 40 Konzerte jedes Jahr und will auf der Bühne stehen, so lange das Publikum meine Musik hören möchte. Peinlich wird es nur, wenn man sich als 60-jähriger auf der Bühne wie ein Teenager benimmt.

Besonderes Konzert

MZ:

Freuen Sie sich mit Ihrer Band auf das Konzert in Mindelheim?

Mann: Oh ja, sehr. Es ist nämlich ein ganz besonderes Konzert. Wir haben seit zweieinhalb Monaten nicht mehr live gespielt und sind entsprechend heiß darauf, endlich wieder auf der Bühne zu stehen.

Ihre Meinung zu diesen Artikeln als Leserbrief!

Mindelheim, Freitag, 31.12.1999

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Der musikalische Geist der siebziger Jahre

Manfred Mann´ s Earth Band weckt Erinnerungen

Mindelheim (hak). Ein Neuerer war er noch nie, aber auch kein Altvorderer. Ein solider musikalischer Handwerker mit leicht charismatischer Tendenz in Richtung Legende ist er vielleicht schon eher, auch wenn er das Wort Legende nicht so gerne hört. "Ich bin einfach nur Musiker," sagt Manfred Mann über sich. Beim Konzert in Mindelheim durfte er nach Herzenslust Musiker sein.

Seit fast 40 Jahren tourt der 59-jährige gebürtige Südafrikaner rund um die Welt. Er blickt zurück auf schillernde Pophits, die ihn in den sechziger Jahren in die erste Reihe der britischen Bands hievten. Aber mit Songs wie "Pretty Flamingo", "Ha, ha said the clown" und "My name is Jack" hat der begeisterte Hutträger heute nichts mehr am Hut.

Jazzige Wurzeln

1971 begann Mann´s große Wandlung. Er gründete die "Earth Band" und begann sich von nun an auf seine jazzigen Wurzeln zu besinnen, die er geschickt mit rockigen Früchten garnierte. Der Erfolg gab ihm Recht und Mann landete wiederum eine Reihe von Hits. Mit "Blinded by the light", "Davy´s on the road again", "Don´ t kill it, Carol" und "Demolition Man" avancierten Mann und seine Mannen zu einer der angesagtesten Gruppen der siebziger Jahre.

Der Geist der siebziger Jahre schwebte auch durch das Festzelt in Mindelheim, wo die "Earth Band" auftrat. Der Altersdurchschnitt im Publikum lag deutlich über der 35-Jahre-Marke, was aber der ausgezeichneten Stimmung keinen Abbruch tat, im Gegenteil. Schon die Vorband "Maggy´s Finest" aus Landsberg (hervorragend Sängerin Maggy) wurde laut beklatscht.

Manfred Mann bringt seine Musik gut rüber. Die Band agiert professionell. Steve Kinch am Bass und John Trotter an den Drums leisten erstklassige Rhythmusarbeit, Mick Rogers spielt eine kernige Gitarre, manchmal vielleicht eine Idee zu maniriert.

Mann selbst steht hinter der Orgel, dem elektrischen Piano und bedient den Synthesizer. Eigentlich ist er der Mann im Hintergrund, doch ist jedem klar, wer hier der Chef ist. Mann führt die "Earth Band" an.

Dreadlocks wirbeln

Sänger Noel McCalla ist optisch der Auffälligste in der Truppe, mit Abstand auch der Jüngste. Die langen Dreadlocks wirbeln zwar manchmal gehörig um seinen Kopf, aber die Exaltiertheit der Show hält sich in Grenzen. Alles bleibt in geregelten Bahnen. McCalla ist durchaus stimmgewaltig, doch er ist nicht, wie sonst die Sänger einer Band, der Frontmann. Der heißt Manfred Mann.

In Mindelheim bildeten die Songs der siebziger Jahre das Gerüst des Abends: Ein Underground-angehauchtes "Martha´s Madman", "Blinded by the light" mit Space-Intro, Bob Marleys Befreiungshymne "Redemption Song" und natürlich "Davy´ s on the road again" mit Free-Jazz-Anklägen sowie das unverwüstliche "Mighty Quinn", einziges Lied aus den Sechzigern, das Mann an diesem Abend brachte, waren die großen Abräumer.

Willkommen im Club

Man merkte es der "Earth Band" an, die Spielfreude war da. Zweieinhalb Monate lang hatten sie nicht mehr zuammen live auf der Bühne gestanden, jetzt platzten sie förmlich vor Energie und guter Laune. Da kam Mindelheim gerade recht. Die Atmosphäre glich ja einem Club-Gig. Das Zelt war zwar voll, dennoch blieb alles familiär. Die Vibes stimmten und so gingen Publikum und Musiker nach zwei Stunden Power-Musik mit einem guten Gefühl im besten Geist der siebziger Jahre auf den frostigen Heimweg.

Ihre Meinung zu diesen Artikeln als Leserbrief!

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