Manfred Mann's Earthband - On The Road October 2002
Thursday 17 October, Zaandam, Holland (& preview Zoetermeer)
Posted by Wil/Reinhard Hi fans,
It's been a while since the Eartband had his last gig. In Holland the band performed on Thursday in de Kade in Zaandam. A little venue where they
have been before in 1999 (where I met Reinhard for the first time) and in 2000. Together with Erika, Reinhard, Ben (and his two friends), Uschi,
Annette and myself we saw a band performing with more power (I think because of the new drummer Geoff Dunn, I hope I spelled it right) and
with more speed. We enjoyed it very much. A well known set list I don't have to repeat. Dancing is becoming one of my favourites but the
highlights for most of the people: Blinded, Davey and Mighty Quinn. About 600-700 people joined us. At this moment we are sitting in our hotel in
Zoetermeer. Happy birthday to Erika. We will celebrate it tonight with another gig and some drinks. Iris and Angela suprised us and join us today. Our internet time limit is set to 15 minutes so sorry, maybe an update tomorrow.
After this gig we'll go to Hardenberg for the last gig in the Netherlands and then up to England.
Bye for now
Wil/Reinhard
Friday 18 October, Zoetermeer, Holland
Posted by Jan Verbeeten Hi fans,
As a big admirer of MMEB, since 1976, I've been to the concerts in Zaandam and Zoetermeer and enjoy to great performances. I agree with
Reinhard / Wil we saw the band performing with more power than last year, but the thing I would highlight special and appreciate so very much is
the passion and professional they gave us!! Spoken with M. Rogers before the concert in Zoetermeer and asking of the possibility of making a CD
from other numbers from al those albums so very good but never been on a special CD together. Like Visionary Mountains, Waiting for the rain,
Questions, Time is Right, You Angel You, On the Run, the Road to Babylon. Darkness in the Beginning, Belle of the Earth, Circles, Banquet, Solar Fire, This side of Paradise,California, Chicago Institute, Joybringer, Rivers run Dry.
Ik think for the real fans there is need for. As also to bring some of these numbers also live in concerts. These are all so great numbers and
deserve it to play, see and collected. What do other fans think of this? Can we do something together? A special greet to Uschi, Annette, Erika
(greatT-Shirt), Reinhard and Wil. Who were standing near me, at the concert in Zoetermeer, yesterday evening!! Kind regards, Jan.
Zoetermeer, Holland
Posted by John van Markwijk
In Reply to: Concert in Zoetermeer posted by Jan Verbeeten. I agree it was a good concert in Zoetermeer.Good old rocking with the special touch of Manfred Mann and his men. No one plays a moog
synthesizer like him, especially not nowadays. He has a very own sound, with a personal touch on a synthesizer from more than 30 years ago.
Also the guitar solos have a very special touch, never following a normal path. Bass and vocals were just very professional and suited for this
music. Only his hat. leave it off, it's too warm, Manfred. There was only one thing I missed: Spirits In the Night. John van Markwijk
Neue Oz Online - Osnabrucker Zeitung 21. Oktober 2002
19.10.2002
(Thanks to Thomas Altebaumer)
Kreis Emsland
Mit dem Notenlesen hatte Manfred Mann wenig am Hut
Von Carola Alge
Lingen
Das wird manche Kids beruhigen, die im Hightechzeitalter mit "antiquierten" Dingen wie Notenlesen so gar nichts am Hut haben. Einer, der
mittlerweile im vierten Jahrzehnt im Rock- und Popgeschäft erfolgreich ist, gibt offen zu, das Notenlesen "ziemlich frustrierend" zu finden und es
bis heute "auch nicht besonders gut" zu können: Manfred Mann. Geschadet hat's ihm offensichtlich nicht. Der Musiker, der schon unsere Väter
und Mütter mit Songs wie "Haha said the Clown" oder "Blinded by the Light" bestens unterhielt, begeistert immer noch. Am 11. Dezember ist er um 20 Uhr im Saal Wilhelmshöhe in Lingen zu Gast.
Zur Musik kam der kleine "Manni" mit sechs. Dass er da begann, ausgerechnet Klavier zu lernen, bezeichnet er eher als Zufall. "Es gab ein Klavier
im Haus, das meine Mutter spielte. Wäre es eine Gitarre gewesen, hätte ich diese spielen gelernt. Auf jeden Fall fühlte ich mich zu der Ecke im
Raum hingezogen und begann, Klavier zu spielen", sagt der Südafrikaner, der mit 14 von einem amerikanischen Klavierspieler nachts in einer
Kaffeebar entdeckt wurde. So angespornt ging Mann nach England, wo er seine Ankunft mit einer Reihe von Hits ankündigte. Sie alle zeugten von
dem großen Geschick, Arrangements gefunden zu haben, die aus guten Songs große Radiohits machten. Allein in Großbritannien landete er in den
60er Jahren 18 Hits und darunter die Nummer-eins-a-Songs "The mighty Quinn", "Pretty Flamingo" und "Do wah diddy diddy".
1971 gründete Manfred Mann seine "Earth Band"; sein Mini Moog wurde zu ihrem Markenzeichen. Trotz diverser personeller Veränderungen ist
neben ihm Gründungsmitglied Mick Rogers (Gitarre/Gesang) in der derzeitigen Besetzung wieder vertreten. Steve Kinch ist seit mehr als zwölf
Jahren der Bassist, Noel McCalla verhilft der Band mit seinem gewaltigen Stimmumfang zu etwas Soul. Richard Marc Angelo schließlich komplettiert an den Drums die heutige "Manfred Mann's Earth Band".
Der Südafrikaner wurde zu einem Großen der Szene, der immer bescheiden blieb, ja sich fast schüchtern gibt. Bezeichnend dafür ist ein
"Gespräch" Ende der 70er Jahre mit Bruce Springsteen, das eigentlich keins war, Mann aber unauslöschlich im Gedächtnis geblieben ist:
"Während der Aufnahmen zu 'Blinded by the Light' erkannte ich, dass es möglich wäre, am Ende Refrain und Strophe gleichzeitig zu singen. Zu
dieser Zeit hatte die Band aber nur einen Sänger, ein zweiter fehlte also. Ich dachte, man könnte Bruce Springsteen fragen, ob er die letzte
Strophe singt". Im Traum rief Mann den "Boss" an, führte ein erfolgreiches "Telefonat", das in der Realität zu einer einzigen Katastrophe wurde.
"Als ich ihn dann wirklich im Hotel am Hörer hatte, antwortete mir eine wie aus einem 200 Jahre langen Koma erwachte Stimme:
'Nnnnnnnnngggggggggyeh, was willst du?' -Ich rief nie wieder an, habe das Ende selbst gesungen". Neun Monate später war die Aufnahme Nummer eins in den USA, wurde zur gefragten Hitsingle weltweit.
Mit Sehnsucht oder gar Wehmut blickt Manfred Mann, für dessen Lingener Konzert es Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen gibt, heute,
da der ganz große kommerzielle Zenit von einst überschritten ist, nicht auf diese Zeit zurück. "Die Sechziger sind kein Zeitabschnitt, an den ich
mich mit irgendeinem großen Gefühl erinnere. Ich habe aber großen Respekt vor den Leuten, mit denen ich zu dieser Zeit zusammengearbeitet
habe. Das sind alles gute Musiker. Aber irgendwie denke ich nicht, dass wir jeh das Beste, was wir auf Platte tun konnten, produziert haben.
Vielleicht war es teilweise mein Fehler, denn ich war sehr Single-orientiert", bekennt der Bart- und Brillenträger. "Pretty Flamingo" sei zwar immer
noch eine schöne Aufnahme, aber er würde sie nicht wieder machen wollen. "Ich denke", fügt Mann hinzu, "die Vergangenheit ist die
Vergangenheit, und morgen ist ein anderer Tag. Was mich jetzt am Laufen hält, ist einfach. Leben und die Kraft des Lebens, und das von Tag zu Tag. Überleben und so glücklich zu sein, wie du nur kannst, denn du lebst nur heute".